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À la rencontre avec une héroïne méconnue

À la rencontre avec une héroïne méconnue

Am Donnerstag Nachmittag, 22.01.2025, wurden wir, die beiden Französisch-LKs der Q1 von Frau Brieger und Frau Hübner, im GSI Bonn sehr freundlich empfangen. In kleinen Gruppen setzten wir uns intensiv mit dem Thema „Geraubte Kunst und Widerstand“ auseinander. Mithilfe der Ausstellung über Rose Valland erarbeiteten wir uns ihre Geschichte und ihre Bedeutung. Anschließend erklärten wir unsere Ergebnisse den anderen Gruppen und es entstand ein spannender Austausch. 

Rose Valland war eine französische Kunsthistorikerin, die während der Zeit des Nationalsozialismus lebte. Sie arbeitete im Museum Jeu de Paume in Paris, welches als Lager für die geraubte Kunst diente. Viele Nationalsozialisten wie Hermann Göring selbst waren sehr kunstinteressiert und oft im Museum. Heimlich und mit viel Mut notierte sie Informationen über die Kunstwerke und trug dazu bei, dass nach dem Krieg mehr als die Hälfte der Kunst wiedergefunden wurde und an ihre ursprünglichen Besitzer oder deren Nachkommen zurückgegeben werden konnte. Jedoch hatte ihr Mut zu wenig Anerkennung bekommen und sie bleibt eine zu unbekannte Persönlichkeit der Geschichte. 

Um 18 Uhr wurde die Ausstellung offiziell eröffnet und die Autorin des Buches „Briefe an Rose Valland“, Frau Köhne, berichtete über die Arbeit an ihrem Buch und erzählte, dass sie selbst an alle Orte gereist ist, die eine wichtige Rolle spielten beim Kunstraub und dessen Wiederfindung. In einer spannenden Lesung gab sie Einblicke in die Gedanken, die hinter ihren Briefen an Rose Valland stehen. 

Am Freitagmorgen, 23.01.2025, konnten wir direkt mit unserem Wissen vom Vortag gemeinsam mit Frau Köhne an einem Workshop teilnehmen. Unsere Aufgabe war es, selbst etwas Künstlerisches zu erstellen. Sie hatte zahlreiche Kunstmaterialien mitgebracht, wie verschiedene Stifte, Farbe oder Leinwände, mit denen wir ganz kreativ werden durften. So entstanden ganz unterschiedliche Werke wie Bilder zum Thema oder auch selbstgeschriebene Briefe an Rose Valland.  

Zum Abschluss der zwei Tage wurden unsere Kunstwerke von Frau Köhne selbst in die Ausstellung kuratiert und sind dort ab sofort für alle Besucher sichtbar!

Die Ausstellung geht bis zum 26. April 2026. 
Gustav-Stresemann-Institut e. V., Europäische Tagungs- und Bildungsstätte Bonn, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn-Bad Godesberg.

Lena Maertens (Q1)




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