
Besuch im Kölner Schokoladenmuseum
Im Rahmen des fächerverbindenden Projekts rund um Schokolade haben wir am Donnerstag, den 5. Februar 2026, das Schokoladenmuseum in Köln besucht.
Während einer sehr abwechslungsreichen Führung setzten wir uns intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit im Kakaoanbau auseinander.
Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir heute so handeln, dass auch morgen und übermorgen noch alles gut funktioniert.
Das Konzept der Nachhaltigkeit wird in drei Bereiche eingeteilt: Schutz der Natur, fairer Umgang mit Menschen und ein Wirtschaften, das langfristig stabil ist – nicht auf Kosten von Umwelt oder Gesellschaft. Für die Herstellung von Schokolade gibt es zwar einige Initiativen, wie zum Beispiel Fair Trade, dennoch mussten wir feststellen, dass der Weg zu wirklicher Nachhaltigkeit noch sehr lang ist. Auf vielen Kakaoplantagen arbeiten bereits Kinder im Alter von drei Jahren mit. Die Arbeiter:innen verdienen oft nur etwa einen Euro pro Tag und arbeiten bis zu zwölf Stunden täglich, an 365 Tagen im Jahr – ohne Wochenende und ohne Urlaub.
Zudem wird für Kakaoplantagen häufig tropischer Regenwald gerodet. Dadurch werden Lebensräume zerstört und große Mengen CO₂ freigesetzt. Auch der Einsatz von Pestiziden belastet Böden, Gewässer und die Gesundheit der Menschen.
Überdies erfuhren wir viele interessante Fakten:
• Schon die Azteken nutzten Kakao und bereiteten daraus ein Getränk namens „Xocolatl“ mit Wasser und Gewürzen, oft mit Chili.
• Das Wort „Schokolade“ klingt in fast allen Sprachen ähnlich.
• In Schokolade wird das für den Körper wichtige Lecithin als Emulgator verwendet.
• Kakaobohnen schmecken roh nicht besonders gut.
• Kakaobutter wird in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt, zum Beispiel in Lippenpflegestiften.
Zum Abschluss erhielten wir als Klasse eine leckere Auswahl verschiedener Schokoladen, die wir nun nach und nach probieren.

Klasse 8b

