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„Im Namen des Volkes“

„Im Namen des Volkes“

Was passiert eigentlich in einem Gerichtssaal? Wer entscheidet über Schuld und Strafmaß? Welche Aufgaben hat eine Staatsanwältin, und wie verteidigt ein Rechtsanwalt die Interessen seiner Mandanten? Diesen und anderen Fragen geht die Klasse 7e im Rahmen des Fachs Wirtschaft-Politik nach.

Um einen authentischen Einblick in die deutsche Rechtsprechung zu erhalten und den Ablauf eines realen Strafprozesses zu beobachten, besuchten die Schülerinnen und Schüler am 24. Juni 2026 eine öffentliche Strafgerichtsverhandlung im Bonner Amtsgericht.

Schon beim Betreten des Gerichts war die Spannung spürbar, denn schließlich stand kein gewöhnlicher Schultag auf dem Programm. Alle Schüler:innen mussten zunächst eine Sicherheitsschleuse passieren, um Zutritt zum heutigen Unterrichtsort, dem Gerichtsgebäude, zu erlangen. Im Gerichtssaal wurde schnell deutlich: Hier läuft alles nach festen Regeln ab. Gespannt und aufmerksam beobachteten die Schüler:innen das Zusammenspiel von Richter, Staatsanwältin und Verteidiger sowie das Verhalten des Angeklagten. Viele waren überrascht, wie komplex ein Gerichtsverfahren ist und wie wichtig es ist, genau zuzuhören, Beweise und Aussagen zu prüfen und zu bewerten, Argumente abzuwägen und fair – auf der Grundlage von Recht und Gesetz – zu urteilen.

Neben spannenden Einblicken in die Rechtsprechung spielte auch die Studien- und Berufsorientierung eine wichtige Rolle. Der Besuch zeigte nicht nur verschiedene Berufe rund um das Gericht in ihrer realen Arbeitsumgebung, sondern verdeutlichte eindrucksvoll, dass juristische Berufe neben Fachwissen auch Verantwortungsbewusstsein, Menschenkenntnis, ein gutes Urteilsvermögen und die Bereitschaft erfordern, sich intensiv mit schwierigen Fragen auseinanderzusetzen.

Am Ende waren sich alle einig: Ein Gericht einmal in der Realität zu erleben, war spannend, lehrreich und eine wertvolle Erfahrung. Vielleicht hat der Ausflug bei einigen sogar das Interesse an einem späteren Beruf im Bereich „Recht und Justiz“ geweckt.

(Anette Biermann)




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